Seelilienkelch, Apiocrinites roissyanus (D'ORBIGNI)

Seelilienkelch, Apiocrinites roissyanus (D'ORBIGNI)

CHF 140.00
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Seelilienkelch, Apiocrinites roissyanus (D'ORBIGNI)

Seelilienkelch, Apiocrinites roissyanus (D'ORBIGNI)

CHF 140.00

Seelilienkelch, Apiocrinites roissyanus (D'ORBIGNI)

Art.-Nr. GC-0010

Formation: Reuchenette-Formation, Vabenau-Member, Platynota-Zone

Zeitalter: Malm, Frühes Kimmeridgien

Alter: Ca. 150 Millionen Jahre

Beschrieb: Sehr selten, top erhalten 

Grösse des Kelchs: D 36 x H 30 mm

Fundort: Reuchenette, Kt. Bern, Schweiz

Fundjahr: 1986 (Der Fossiliensucher ist leider verstorben, er hatte eine der besten Reuchenette-Sammlungen der Schweiz)

Bei Apiocrinites roissyanus (oft auch als Apiocrinus roissyanus bezeichnet) handelt es sich um eine fossile Art von Seelilien (Crinoidea) aus der Epoche des Oberjura (insbesondere Oxfordium bis Kimmeridgium, vor rund 150 bis 160 Millionen Jahren).

Das Besondere an Funden dieser Art – insbesondere im Kontext der Reuchenette-Formation in der Schweiz:

Vollständige Seelilienkronen sind weltweit extrem selten, da die kalkigen Skelette (Ossikel) nach dem Tod der Tiere meist sofort durch Strömungen auseinanderbrechen. Funde aus der Reuchenette-Formation, bei denen teils komplexe Strukturen oder sogar Kronen zusammen mit dem Stiel erhalten sind, gelten unter Fossiliensammlern und Paläontologen als absolute Raritäten.

In der Reuchenette-Formation tritt Apiocrinites roissyanus häufig in spezifischen marinen Flachwasser- und Biozid-Milieus auf, wo sie unter anderem mit Austern wie Nanogyra nana vergesellschaftet waren und Teils als Bausteine oder Begleiter von Kleinriffen (patch reefs) fungierten.

Der Schweizer Jura war im Oberjura ein flaches, tropisches Schelfmeer (Tethys-Nordrand). Seelilien wie Apiocrinites waren fest am Meeresboden verankert. Ihre Überreste in Reuchenette liefern präzise Hinweise auf die damaligen Strömungsverhältnisse, die Wassertiefe und die Sedimentationsprozesse in diesem urzeitlichen Archipel.

Apiocrinititen werden oft umgangssprachlich als „Birnen-Seelilien“ bezeichnet (abgeleitet von griechisch apion für Birne), da ihr oberer Kelchbereich oft eine charakteristische, verdickte birnen- oder vasenähnliche Form aufweist, die sie von anderen Crinoiden unterscheidet.

Das Fossiliensuchverbot in La Reuchenette (Péry-La Heutte)

Das Gebiet im Klus von La Reuchenette (heute zur Gemeinde Péry-La Heutte im Berner Jura gehörend) ist historisch weltbekannt für seine reiche Fossilien- und Mineralienvielfalt – insbesondere wegen der dortigen Schichten aus dem Oberen Jura (Malm), die unter anderem wunderschöne versteinerte Seeigel und Coelestinkristalle hervorgebracht haben.

Die berühmten Steinbrüche in La Reuchenette (unter anderem betrieben von der Ciments Vigier SA) befinden sich auf privatem beziehungsweise industriellem Gelände.

Aktive und ehemalige Industriegelände bergen massive Gefahren durch steile Felswände, Steinschlag und schwere Maschinen. Ein unbefugter Zutritt stellt ein hohes Sicherheitsrisiko dar.

Das Betreten der Steinbrüche und des Geländes ist für die Öffentlichkeit schon seit langem gesperrt und verboten. Illegales Suchen nach Fossilien oder Mineralien wird dort als Hausfriedensbruch gewertet.

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