Melanit, Klinochlor
Melanit, Klinochlor
Art.-Nr. GC-0021
Farbe: Extremer Glanz, bergfrisch, schwarz-grünlich
Stufengrösse: L 70 x B 50 x H 55 mm
Fundort: Felskinn, Saas-Fee, Kt. Wallis, Schweiz
Fundjahr: 1973 (Aus einer bekannten Felskinn-Sammlung eines verstorbenen Strahlers aus Saas-Fee)
Melanit – eine schwarze, titanhaltige Varietät des Andradit-Granats – gilt in den Schweizer Alpen im Allgemeinen als sehr rar und ist unter Mineraliensammlern eine geschätzte Besonderheit.
Gut ausgebildete, glänzende Melanit-Kristalle auf Matrix sind unter Mineralienliebhabern begehrte Raritäten, weshalb sie im spezialisierten Handel oder auf Mineralienbörsen oft zu gehobenen Preisen gehandelt werden.
Die Fundstelle am Felskinn oberhalb von Saas-Fee im Schweizer Kanton Wallis (knapp 3.000 Meter Höhe) ist unter Mineraliensammlern vor allem wegen der geologischen Besonderheiten der alpinen Kluftmineralisation bekannt.
Die Kombination und Beschaffenheit von Melanit und Chlinochlor (oft zusammen mit anderen Mineralien wie Diopsid) macht Funde von dort besonders:
Hierbei handelt es sich um eine titaniumhaltige, tiefschwarze und oft glänzende Varietät des Granats. Granate sind in den Alpen zwar verbreitet, aber gut ausgebildete, ästhetische Melanit-Kristalle in alpinen Klüften sind eine Besonderheit. Sie entstehen dort durch metamorphe Prozesse in ehemaligen ozeanischen Gesteinen wie Serpentiniten und umgewandelten Gabbros der Region.
Chlinochlor gehört zur Gruppe der Chlorite und bildet meist schuppige, blättrige oder rosettenförmige Aggregate von intensiver grüner Farbe. Es bildet auf Stufen vom Felskinn oft den optisch reizvollen, grüneuigen Kontrast oder Begleitrasen direkt neben oder unter den schwarzen Melanit-Kristallen und hellen Diopsiden.
Das Besondere für Sammler ist die ästhetische Vergesellschaftung auf sogenannten „Stufen“. Am Felskinn findet man Proben, bei denen glänzende schwarze Melanite, kräftig grüne Chlinochlore und helle Diopsid-Kristalle gemeinsam auf engstem Raum in einer Gesteinskluft gewachsen sind.